Naturwissenschaftlicher Verein Darmstadt e.V.

Verein

Willkommen

Der Naturwissenschaftliche Verein Darmstadt e.V. zählt im Landkreis Darmstadt-Dieburg zwar zu den altehrwürdigen, aber dennoch zu den der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft zugewandten Vereinen. Das Vereinssignet, ein grüner Kreis, verbindet Institutionen, Initiativen und Vereinigungen zum gemeinsamen Wirken für Naturschutz und naturwissenschaftliche Bildung, ganz im Sinne seiner historischen Intention. Der Verein vereinigt zahlreiche unterschiedlich Interessierte aus allen Bereichen der Naturwissenschaften und der -geschichte unter seinem Dach. Eine solche Breite an Interessengebieten verleiht dem NWV Darmstadt einen besonderen Charakter.
Mit Ihrer Mitgliedschaft und Ihrem Engagement dokumentieren Sie Ihre Verbundenheit zum NWV Darmstadt. Dank Ihrer Unterstützung können die Mitglieder dauerhaft zur Bereicherung und Erhaltung des facettenreichen Kulturangebots im Hessischen Landesmuseum Darmstadt sowie in Darmstadt selbst beitragen.

Mitglied werden ist ganz einfach

Einfach den Antrag (pdf) oder Antrag (word)  ausfüllen und per E-Mail, Post oder FAX (032 221706457) einreichen.

Der Kreis der Vereinsmitglieder

Seit 1880 unterstützt der Naturwissenschaftliche Verein Darmstadt e.V. in vielfältiger Weise seine Mitglieder beim Zugang zu neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Zum 100-jährigen Bestehen wurde die Vereinsarbeit von Seiten der Stadt DA durch die Verleihung der Silbernen Verdienstplakette gewürdigt. Zahlreiche Aktivitäten, Vorträge, Veranstaltungen und Fachpublikationen – auch in vereinseigenen Fachzeitschriften - wurden durch das Engagement des Vereins ermöglicht. Zahlreiche Exkursionen bringen den Mitgliedern die Besonderheiten der belebten und unbelebten Natur sowie der Erdgeschichte der näheren Umgebung und des (außer)europäischen Auslandes näher.

Die Aufgaben

Wir haben uns zur Aufgabe gestellt, die Interessengebiete der Vereinsmitglieder durch ein breites natur-, aber auch kulturwissenschaftliches Angebot zu bereichern sowie die Kenntnisse über (paläo)ökologische Zusammenhänge des Systems Erde zu mehren, um sie so stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Dazu bilden Vorträge und Exkursionen das Rückgrat des Vereins. Dies soll in Zukunft auch in enger Kooperation mit anderen naturwissenschaftlichen Vereinen des Landkreises Darmstadt-Dieburg stattfinden.

Der Vorstand

Vorsitzender

Dr. Michael Wuttke
August-Bebel-Str. 62
D-64347 Griesheim
Tel.: 06155-76379
E-Mail: michaelwuttke@yahoo.de

Vorstandsmitglieder

Klaus Hagin
Ralf Herber, Geschäftsführer (2023)
Dorothee Krebs
Ulrich Kroeker (2023)
Klaus-Dieter Schmidt
Karin Teichmann, Kasse (2023)
Stefan Tischendorf, Hessische Faunistische Briefe

Satzung

Vereinssatzung von 1964
Vereinssatzung von 2019 Teil 1
Vereinssatzung von 2019 Teil 2

Protokoll der Mitgliederversammlung vom 08.03.2023
Protokoll der Mitgliederversammlung vom 29.06.2022

Historie

Vorträge 2024

14.02.2024 Michael Wuttke: Mikroplastik und Nanoplastik – eine Gefahr für das Leben auf der Erde?

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Plastikmüll landet als Mikroplastik oder Nanoplastik in allen Lebewesen. (© iStock-1354134059.JPG) Höchste Qualität: HRES 1,5 MB

Mikroplastik sind feste, unlösliche, partikuläre und nicht biologisch abbaubare synthetische Kunststoffe in einem Größenbereich von weniger als 5 Millimetern bis 1.000 Nanometer, noch kleinere Partikel werden als Nanoplastik bezeichnet. Mikroplastik und Nanoplastik belasten zunehmend unsere Umwelt, bzw. uns selbst. Solche Partikel, die kleiner als fünf, bzw. ein tausendstel Millimeter (Nanoplastik) sind, entstehen zum Beispiel, wenn Plastikmüll in Gewässer gelangt und dort in immer kleinere Teilchen zerfällt. Inzwischen hat man Mikroplastik praktisch überall gefunden: in Gewässern vom Marianengraben bis zur Arktis und auch in den Verdauungsorganen verschiedenster tierischer Organismen, so auch beim Menschen. Kunststoffe sind unter anderem in der Lebensmittelindustrie weit verbreitet. Dadurch nehmen wir Mikro- und Nanoplastik über das Essen auf – etwa durch den Abrieb von Plastikschneidbrettern, durch Plastikflaschen oder beim Verzehr von Fisch. Biologische Experimente haben gezeigt, dass sich Nanoplastik viel leichter im Körper verteilt als Mikroplastik und dass sich diese Kunststoffe in Organismen anreichern können. Da die Zellen die Nanopartikel oft nicht als Fremdkörper wahrnehmen, kann das Plastik auch in Zellen eindringen. Bei Zebrafischembryonen wurden sogar Missbildungen durch Mikroplastik beobachtet und auch in der menschlichen Plazenta wurden bereits winzige Plastikpartikel mit einer Größe von 5 bis 10 Mikrometern (5 -10 tausendstel Millimeter) nachgewiesen.
Der Vortrag geht der Frage nach, wie Mikro- und Nanoplastik entstehen und welche schon jetzt nachgewiesenen Auswirkungen das auf die Umwelt, auf uns und unsere Körper hat.

17.01.2024 Walter Keller: Asbest - Vorkommen und Entstehung, Verwendung und Gefahren, Gefahrerforschung und Sanierung
Wir gehen davon aus, dass der Vortrag stattfinden kann. Derzeit ist die Situation entspannt: Regen aber kein Eis. (15:30 Uhr)

Leider ist das Cafe Herzblut und Zinke heute geschlossen. Eingang über den Haupteingang.

Details zum Vortrag


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Bild: Asbestentsorgung ist mühevoll (© iStock/bermau id:179312755)

Vorträge 2023


13.12.2023 Jens Hornung: Unterwassergeoradar - ein Beitrag zur Erforschung der mysteriösen "Hügelis" im Bodensee

Details
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An der Technischen Universität wurde als bisher einziges Gerät weltweit ein Georadar tauchfähig gemacht. Damit wurden die sogenannten "Hügelis" im Bodensee untersucht. Dabei handelt es sich um mehr als 170 Steinhügel mit über 80.000 Tonnen Gesamtmasse, die erst im Jahr 2015 entdeckt wurden. Sie sind 100-300 m vor der Schweizer Küste wie eine Perlenschnur aufgereiht und liegen im Schnitt ca. 5 m unter der Wasseroberfläche. Die Ablagerungsgeschichte zeigt, dass die Steinhügel ins Neolithikum, ca. 5600 Jahre vor heute, datieren und von Menschenhand geschaffen wurden, was eine archäologische Sensation darstellt und ein großes Medienecho auslöste. Die Messungen mit Unterwasser-Bodenradar trugen entscheidend dazu bei, dass die Bedeutung der Strukturen erkannt wurde und erzählen eine spektakuläre und detaillierte Ablagerungsgeschichte von Seebodensedimenten, die bisher mit keiner anderen geophysikalischen Methode erfasst werden konnte.
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Quelle: https://www.thurgaukultur.ch/magazin/bohren-nach-dem-raetsel-4050

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15.11.2023 Paula Grosser: Dürre in Südhessen

Details (Interessant in diesem Zusammenhang ein Artikel von Michael Siebert.)

Das Gersprenz-Einzugsgebiet im Südhessischen Mittelgebirge dient seit 2016 als Feldlabor des Fachgebiets Ingenieurhydrologie und Wasserbewirtschaftung der TU Darmstadt. Hier werden verschiedene Forschungsvorhaben durchgeführt, die sich mit den Komponenten des Wasserkreislaufs, der Datengewinnung, der Modellierung und anderen Aspekten beschäftigen. Besonders im Fokus stehen die Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere Trockenheit und Dürre, die seit 2018 verstärkt untersucht werden. Um ein besseres Verständnis für die Entwicklungen und Prozesse im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu erlangen, wurden Messzeitreihen für meteorologische Variablen und Niedrigwasser analysiert. Zudem wurde die zukünftige Entwicklung anhand von zwei Emissionsszenarien untersucht: einem Szenario mit hohen Emissionen und einem Klimaschutzszenario. Die Ergebnisse zeigen eine überdurchschnittliche Erwärmung im Untersuchungsgebiet im Vergleich zum nationalen Durchschnitt. Trotz feuchterer Winter treten weiterhin ausgedehnte Dürreperioden auf, was zu erhöhtem Wasserstress im Sommer und Herbst führt. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit von Anpassungsstrategien, da selbst bei Eindämmung der globalen Erwärmung eine regionale Anpassung erforderlich sein wird. Zudem ermöglichen die Ergebnisse die Modellierung der Auswirkungen des sich verändernden Klimas auf den Wasserkreislauf und bilden eine Grundlage für die Diskussion möglicher Maßnahmen. Im Vortrag liegt der Fokus auf der Präsentation ausgewählter Ergebnisse der Analysen, die wichtige Erkenntnisse über die zukünftige saisonale Wasserverfügbarkeit liefern und Entscheidungsträger sowie Interessengruppen bei der Bewältigung der regionalen Risiken des Klimawandels unterstützen können.

siehe auch 3sat mediathek Film-Dokumentation zum Thema (weltweit):